Bernd Borchard, Dr.
Bernd Borchard studierte von 1986 bis 1992 Psychologie in Göttingen. Von 1992 bis Februar 1994 arbeitete er in Kassel im Psychologischen Dienst der Justizvollzugsanstalt und in der Sozialtherapeutischen Anstalt. Von 1994 bis zu seinem Wechsel nach Zürich 2009 war Bernd Borchard im Fachkrankenhaus für Forensische Psychiatrie in Moringen tätig. 1999 erlangte er die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut und ist seit 2000 als Dozent und Supervisor für Psychotherapeuten in Deutschland tätig. Bernd Borchard ist zudem Gutachter für psychologisch-forensische Begutachtungen zu Fragen der Schuldfähigkeit und des Rückfallrisikos. Er ist zudem Trainer und Supervisor für FOTRES. Seit Mai 2009 leitet er die Forensisch-psychiatrische Abteilung des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies (stationäre Milieutherapie für rückfallgefährdete Gewalt- und Sexualstraftäter).
Célia Steinlin-Danielsson, lic. phil.
Célia Steinlin-Danielsson studierte Psychologie und Kriminologie an den Universitäten Zürich und Murcia. Von 2006 bis 2008 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Justizvollzugs Kanton Zürich und im Massnahmenzentrum Uitikon. Ihre ersten therapeutischen Erfahrungen sammelte sie in der Modellstation SOMOSA in Winterthur, seit März 2009 ist sie in der Jugendforensischen Ambulanz der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel tätig. Von 2008 bis 2011 führte sie für die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich Gefährlichkeitsbeurteilungen anhand des FOTRES durch.
Seit 2008 Weiterbildung zur kognitiven Verhaltenstherapeutin mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche. Seit 2011 Doktoratsstudium an der Universität Basel zum Thema Empathie bei Jugendlichen mit psychopathischen Eigenschaften. Seit 2011 Betreuung des Sekretariats der European Association for Forensic Child and Adolescent Psychiatry, Psychology and other involved Professions (EFCAP).
Publikationsliste Célia Steinlin-Danielsson
Jérôme Endrass, Prof. Dr. phil.
Jérôme Endrass studierte Psychologie, Psychopathologie und Philosophie an der Universität Zürich. Von 1996 bis 2003 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberassistent an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich tätig. Seit 2003 leitet er die Abteilung für Evaluation und Qualitätssicherung des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD) im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich.
Die Forschungsschwerpunkte der Abteilung liegen in der Evaluation und Entwicklung von Verfahren zur Schätzung des Rückfallrisikos bei Gewalt- und Sexualstraftätern und in der Wirksamkeitsüberprüfung deliktorientierter Therapien. Jérôme Endrass habilitierte sich 2008 an der Universität Zürich und ist seit 2011 APL-Professor an der Universität Konstanz.
Publikationsliste Jérôme Endrass
Diana Fries, MA
Diana Fries studierte Psychologie und forensische Psychologie an der Hawaii Pacific University (USA) und dem John Jay College of Criminal Justice of the City University of New York (USA). Sie absolvierte in dieser Zeit verschiedene Praktika in denen sie Erfahrungen im therapeutischen Kontakt zu jugendlichen und erwachsenen Straftätern sammelte. Dazu gehörte v.a. die Mitarbeit an einem Projekt zur Untersuchung der deliktpräventiven Wirksamkeit des „Sex Offender Treatment Program“ (SOTP). Ihre Diplomarbeit verfasste Diana Fries zum Thema „Differences in Psychological Consequences among Children and Adolescents in War Zones versus Terrorist Attacks: A Review“ [„Psychologische Differenzen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Kriegsgebieten versus Opfern von Terroranschlägen: Eine Literaturübersicht“]. Seit August 2009 ist sie für den Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Kantons Zürich tätig.
Juliane Gerth, Dipl. Psych.
Juliane Gerth studierte Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Deutschland) mit Vertiefung in den Bereichen der klinischen und pädagogischen Psychologie sowie dem Nebenfach Kriminologie. Neben verschiedenen Praktika im Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychologischen Diagnostik arbeitete Juliane Gerth auch als Co-Trainerin in einem halbjährigen Anti-Gewalt-Training in der Justizvollzugsanstalt Halle I. Im Psychiatrisch-Psychologischen Dienst (PPD) des Amts für Justizvollzug Kanton Zürich absolvierte Juliane Gerth von November 2008 bis Juli 2009 zunächst ein Forschungspraktikum. Seit 2009 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Evaluation und Qualitätssicherung (E&Q) des PPD tätig und lehrt darüber hinaus seit Frühjahr 2012 an der Universität Konstanz.
Publikationsliste Juliane Gerth
Cornel Gmür, lic. phil.
Cornel Gmür studierte Psychologie, Psychopathologie und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich. Seit 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: forensische Epidemiologie, Grundlagen des Risk-Assessments, neuropsychologische Begutachtung von Gewalt- und Sexualstraftätern.
Frauke Kilvinger, Dipl. Psych.
Frauke Kilvinger studierte klinische Psychologie an der Universität Konstanz (Deutschland) mit dem Nebenfach Rechtspsychologie. Seit 2009 ist sie beim Psychiatrisch-Psychologischen Dienst (PPD) des Amts für Justizvollzug im Kanton Zürich tätig – zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin und seit Juli 2011 als Psychologin im Massnahmenzentrum Uitikon für straffällig gewordene junge Erwachsene. 2013 schloss sie die postgraduale Weiterbildung zur Fachpsychologin für Kinder- und Jugendpsychologie (FSP) mit dem Master of Advanced Studies in Developmental Diagnostics and Psychological Counseling an der Universität Basel ab und befindet sich derzeit in der postgradualen Weiterbildung zur Psychotherapeutin am Klaus-Grawe Institut in Zürich / Universität Basel.
Publikationsliste Frauke Kilvinger
Thomas Noll, Dr. iur. Dr. med.
Thomas Noll studierte Jura an der Universität Basel und Medizin an den Unis Basel und Genf. Seine Ausbildung zum Psychiater und Psychotherapeuten absolvierte er an verschiedenen Universitätskliniken und dem Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Amts für Justizvollzug Zürich, wo er zuletzt als Oberarzt arbeitete. Den Facharzttitel FMH erlangte er 2006. Noll promovierte 2003 an der Medizinischen Fakultät der Uni Basel und 2006 an der Juristischen Fakultät der Uni Zürich (zum Thema „Rückfallgefahr bei Gewalt- und Sexualstraftätern. Statistische Prognosemethoden“).
Seit 2007 arbeitet Noll als Chef Vollzug in der Strafanstalt Pöschwies, der grössten geschlossenen Strafanstalt in der Schweiz. Er hält regelmässig Vorträge zu strafrechtlichen und kriminologischen Themen.
Astrid Rossegger, Dr. rer. nat.
Astrid Rossegger studierte Psychologie und Kriminologie an der Universität Konstanz (Deutschland). Sie verfasste ihre Promotion zum Thema "Validität von forensisch-psychiatrischen Prognose-Instrumenten bei Gewalt- & Sexualstraftätern in der Schweiz". Seit 2000 arbeitet Astrid Rossegger als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Psychiatrisch-Psychologischen Dienst (PPD) im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, seit 2005 in der Funktion der stellvertretenden Leiterin der Abteilung Evaluation und Qualitätssicherung (E&Q). Astrid Rossegger lehrt ausserdem seit 2007 an den Universitäten Zürich und Konstanz.
Astrid Rossegger veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten deutsch- und englischsprachigen Fachorganen und hält Vorträge und Workshops auf Fachkonferenzen im In- und Ausland. Sie war am Entwicklungs- und Weiterentwicklungsprozess des Prognose- und Qualitätsmanagementinstruments FOTRES (Forensisches Operationalisiertes Therapie-Risiko-Evaluations-System) beteiligt und gehört zu dessen erfahrensten Trainern und Supervisoren. Sie ist zudem verantwortlich für die Koordination aller Schulungen im Zusammenhang mit FOTRES, die Zertifizierung von Anwendern und die Ausbildung von Trainern.
Publikationsliste Astrid Rossegger
Christoph Schmitt, Dipl. Psych.
Christoph Schmitt studierte Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie und Psychopathologie an der Universität Bonn. Er verfasste seine Diplomarbeit zur „Prognose des Studienerfolgs bei Medizinstudenten“ und war an der Konstruktion darauf basierender Auswahlinterviews beteiligt.
Von 1991 bis 1994 arbeitete er als Sachverständiger für Verkehrsdelikte bei den Medizinisch-Psychologischen Untersuchungsstellen (MPU) des TÜV Rheinland. Zeitgleich erfolgte seine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an der Universität Bonn. Nach kurzer Mitarbeit am Enthospitalisierungsprogramm der Rhein-Mosel Fachklinik Andernach wechselte er im Jahre 1996 in die Klinik Nette-Gut für Forensische Psychiatrie in der Nähe von Koblenz. Hier war er bis Ende 2005 leitender Therapeut auf einer Station für Gewalt- und Sexualstraftäter mit sehr ungünstiger Kriminalprognose. Seit Anfang 2006 begleitet Christoph Schmitt die Stabsstelle „Kriminalprognostik“ der Klinik Nette-Gut. Er ist außerdem zuständig für die Supervision der in Ausbildung befindlichen RechtspsychologInnen der Klinik, die inhaltliche Ausgestaltung des internern Fortbildungsangebots und für die Betreuung der hauseigenen wissenschaftlichen Projekte. Die eigenen Forschungsinteressen liegen im Bereich der Prognostik von Lockerungsmissbräuchen und in der Evaluation des Therapieverlaufs forensisch untergebrachter Patienten.
Christoph Schmitt ist seit 1998 approbierter Psychotherapeut und seit 2003 Fachpsychologe für Rechtspsychologie BDP / DGPs. Seit 2005 besitzt er für diesen Bereich auch die Anerkennung als Supervisor.
Katharina Seewald, Dipl. Psych.
Katharina Seewald studierte Psychologie und Kriminologie an den Universitäten Konstanz (Deutschland) und Monterrey (Mexiko). Sie absolvierte verschiedene Praktika, u.a. im Massregelvollzug in Berlin und verbrachte ein forensisches Forschungspraxissemester an der University of Oxford. Seit Februar 2012 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Amts für Justizvollzug im Kanton Zürich tätig. Im April 2013 reduzierte sie ihre dortige Tätigkeit, um parallel in einem Drittmittel-Projekt des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Tat- und Fallanalysen hoch expressiver, zielgerichteter Gewalt an der Universität Konstanz tätig zu sein. In ihrer Dissertation beschäftigt sich Katharina Seewald mit der Qualität forensicher Begutachtungen.
Jay P. Singh, Dr.
Jay Singh absolvierte seine Promotion in Psychiatrie an der University of Oxford. Anschliessend hatte er eine post-doc Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter im “Mental Health Law and Policy Department” an der University of South Florida (USA) inne. Seit April 2013 ist Jay Singh als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich tätig. Jay Singh ist Editor des Open Access Journal of Forensic Psychology und Initiator der “Alliance for International Risk Research”. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des Risk-Assessments und der forensischen Epidemiologie. Jay Singh lehrt an der Molede Universität in Norwegen und ist der Schweizer Repräsentant des Mental Health Law and Policy Institute der Simon Fraser University in Kanada.
Frank Urbaniok, Prof Dr. med.
Frank Urbaniok studierte Medizin in Münster und Düsseldorf. Als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung gründete er u. a. den Arbeitskreis „Naturwissenschaft und Ethik“. Von 1989 bis 1995 war er in der Rheinischen Landesklinik Langenfeld in Nordrhein-Westfalen tätig, ab 1992 als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Von 1992 bis 1995 baute er eine Modellstation für die Behandlung von persönlichkeitsgestörten Sexualstraftätern (Langenfelder Modell) auf und prägte den Begriff des „deliktorientierten Arbeitens“. 1995 erfolgte der Wechsel nach Zürich, wo er seit 1997 Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes im Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich ist.
Daneben ist er als Psychotherapeut, Gutachter und Supervisor tätig. Er war langjähriger Präsident des Institutes für Opferschutz und Täterbehandlung (IOT) Schweiz und massgeblich am Aufbau des Postgraduate-Lehrgangs „Forensische Fachqualifikation“ beteiligt. Frank Urbaniok ist seit 1999 Mitglied der Geschäftsleitung des Amtes für Justizvollzug und verschiedener Fachbeiräte und Kommissionen. Sein Arbeitsschwerpunkt sind Sexual- und Gewaltstraftaten, u. a. als Vertreter des spezifischen deliktorientierten Behandlungsansatzes. Er entwickelte mit FOTRES (Forensisch Operationalisiertes Therapie- und Risiko-Evaluations-System) ein eigenes Qualitätsmanagement- und Dokumentationsinstrument für Risikobeurteilungen bei Straftätern, das mittlerweile in fünf verschiedenen Ländern zum Einsatz kommt. Er leitet zudem verschiedene forensische Therapie- und Forschungsprojekte. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt in der Entwicklung von Teamkonzeptionen u. a. als Begründer des Modells der „Teamorientierten stationären Behandlung (TSB)“.
Von Frank Urbaniok sind mehrere Bücher erschienen, er veröffentlicht regelmässig Beiträge in renommierten deutsch- und englischsprachigen Fachzeitschriften und hält Vorträge sowie Workshops auf Fachkonferenzen im In- und Ausland.
Publikationsliste Frank Urbaniok